Das Hochwasser
Bei den schweren Unwettern vom 21./22. August 2005 wird Sarnen nach einem Dammbruch des Flusses «Melchaa» überschwemmt.
Auch das Kloster St. Andreas steht unter Wasser: Klosterkirche mitsamt der Orgel, Sakristei, Kapitelsaal, Refektorium, Schwesternstube, Krankenzimmer, Pforte, zwei Besuchszimmer, Küche, Waschküche, fünf Keller und der Klosterfriedhof der Schwestern.
Ebenfalls überflutet wird der Kulturgüterschützraum und damit eine der bedeutendsten Sammlungen wertvoller Kulturgüter: Handschriften und Bücher ab dem Mittelalter, Votivgaben für das Sarner Jesuskind, Gemälde und Skulpturen vom Barock bis ins 19. Jahrhundert, liturgische Geräte vom Spätmittelalter bis ins 18. Jahrhundert sowie eine der wichtigsten Textilien- und Musikaliensammlung der Schweiz.
Diese Kulturgüter waren nicht versichert, weil die Prämien für die Klosterfrauen nicht bezahlbar waren. Für die Rettung und Restaurierung der Kulturgüter ist das Kloster deshalb auf Spenden angewiesen.

